Open Innovation und Spitzentechnologie

Das Forschungsvorhaben „Open Innovation für nachhaltige Gesundheitslösungen“, das von der innosabi GmbH gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Medizintechnik Cluster Medical Valley der europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) umgesetzt wurde, brachte vier innovative Antworten auf herausfordernde Fragestellungen im Bereich der Medizintechnik.

Ende 2013 startete das gemeinsame Forschungsvorhaben „Open Innovation für nachhaltige Gesundheitslösungen“ der innosabi GmbH, der FAU Erlangen-Nürnberg und dem Medizintechnik Cluster Medical Valley der europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN). Ziel war es, eine webbasierten Open Innovation Plattform zu implementieren und darauf branchenspezifische Herausforderungen und Problemstellung der Medizintechnik aufzugreifen. Auf www.medical-valley-innovation.de werden außenstehende Experten und Lösungsfinder mit Unternehmen zusammengeführt, um den Innovationsprozess in der Medizintechnik voranzutreiben.

Experten mit entsprechendem Know-how setzen sich auf der Plattform mit Forschungsfragestellungen auseinander und arbeiten gemeinsam mit den Unternehmen an richtungsweisenden, neuen Technologien. Preisgelder in Höhe von insgesamt 14.000 Euro für die besten Ideen und Konzepte motivierten bei den vier ersten Projekten die Community 34 umfassende Lösungen für vier komplexe Fragestellungen einzureichen. Sowohl hinsichtlich Quantität als auch Qualität war das Open Innovation Forschungsvorhaben ein voller Erfolg für alle Beteiligten.

„Durch eine unvoreingenommene Herangehensweise sowie Kenntnisse aus anderen Bereichen liefern gerade fachfremde Experten häufig besonders wertvolle Vorschläge, die zur Problemlösung beitragen“, erklärt Prof. Dr. Kathrin Möslein vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I.

Durch die durchweg hohe Qualität der Lösungsvorschläge in den Bereichen Radiologie, Bildgebung und Vermarktung können die Unternehmen die Konzepte direkt nach Abschluss des Projektes intern weiterverarbeiten und umsetzen. Neben den einzelnen Innovationsprojekten hatte das Forschungsprojekt zum Ziel, Softwarekomponenten und standardisierte Prozesse für offene Entwicklungsarbeit in Hightech-Industrien auszuarbeiten. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts können diese künftig auch in ähnlich herausfordernden Innovationsprozessen wie dem der Medizintechnik angewandt werden und die Öffnung unternehmensexternes für Wissen vorantreiben. Die Ideen und Lösungsansätze außerhalb der Unternehmensgrenzen werden somit zunehmend zu einem zentralen Baustein der Unternehmensstrategie.

Das Portal „Open Innovation für nachhaltige Gesundheitslösungen“ wurde durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert. Bei der Konzeption und praktischen Umsetzung der Plattform wurde auf die Technologie der Crowdsourcing Experten der innosabi GmbH und die wissenschaftlichen Kompetenzen des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gesetzt. Durch die enge Verknüpfung von Wissenschaft und dem Open Innovation Know-how von innosabi konnte die hohe Komplexität der Fragestellungen in strukturierte Projekte und kollaborative Entwicklungsprozesse transformiert werden. innosabi übernahm im Rahmen des Projektes die Konsortialführung und koordinierte in dieser Rolle die Zusammenarbeit der einzelnen Partner.

Moritz Wurfbaum, Geschäftsführer und Verantwortlicher für Forschungsprojekte bei innosabi, ist davon überzeugt, dass Medical Valley EMN sowie andere Hightech-Industrien von Open Innovation Ansätzen und kollaborativen Entwicklungsprozessen profitieren können:

„Selbst ein Spitzencluster wie Medical Valley EMN mit vielfältigem Wissen und Expertisen hat es schwer, Innovationen abgeschottet von der Außenwelt voranzutreiben. Vor allem radikale, vielversprechende Innovationen entstehen meist da, wo technologisches Know-how der Hersteller und völlig neue Perspektiven zusammenkommen. Diese Perspektiven von außerhalb der Unternehmen lassen sich mit Open Innovation Plattformen gezielt erschließen. Damit aus den Ideen auch tatsächlich innovative Lösungen und Produkte entwickelt werden können, muss es einen zielführenden Prozess geben, der die Balance zwischen kreativer Freiheit und vorgegebenen Rahmenbedingungen sicherstellt. Mit Medical Valley Innovation konnten wir genau diese Strukturen erfolgreich im Cluster implementieren.“

In unserem Pressebereich finden Sie die vollständige Pressemitteilung. Außerdem haben wir das Medical Valley Projekt als ausführliche Case Study für Sie aufgearbeitet.