knowledge@all:
Wissensaustausch digital

knowledge@all

knowledge@all ist ein Modul zur Wissensvermittlung innerhalb von Unternehmen, entstanden aus einem Forschungsprojekt mit innosabi. Der Prototyp läuft aktuell bei Küne+Nagel in Niederreichbach.

Wie kommt Wissen und langjährige Erfahrung am besten zu neuen, jungen Mitarbeitern? Diese Frage und mögliche Lösungsansätze hat innsoabi im Forschungsprojekt knowledge@all als Projektkoordinator gemeinsam mit sieben großartigen Partnern erarbeitet. Hintergrund des Projekts sind neue, komplexe Anforderungen an junge Mitarbeiter bei drohendem Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Das bisher oft sehr unstrukturierte oder gar komplett fehlende Wissensmanagement innerhalb vieler Unternehmen verschärft diese Herausforderungen zusätzlich. Das Ziel des Forschungsprojekts ist es daher, Möglichkeiten zu erproben, mit denen komplexes Fach- und Erfahrungswissen strukturiert und erhalten werden können.

,,Die Problemstellung am Anfang war, dass viele Mitarbeiter in Pension gehen und damit ihre Erfahrung für das Unternehmen verloren geht. Das innerbetriebliche Wissen soll also auf jüngere Mitarbeiter transferiert werden. Sie sollen lernen, aber auch wissen generieren, und damit letztendlich zweckdienliche Datenbanken anlegen, nutzen und pflegen.“

– Pablo Klemm, Innovation Research Coordinator bei innosabi.

AUFGABE UND ZIEL

Im Vordergrund von knowledge@all steht die Erfassung von Wissen und Erfahrungen von Erwerbstätigen mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund. Diese Daten sollen dann übersichtlich aufzubereiten und verfügbar gemacht werden. Der erste Schritt erfolgt dabei über ein innovatives Lehr-Lern-System: Einer Plattform, die Wissen unterschiedlichster Mitarbeiter aus strategischen und operativen Bereichen – auch über verschiedene Standorte hinweg – integriert. Um diese Daten verständlich aufzubereiten, wurde ein Prozess-Tool-Kit entwickelt, um Animationsvideos für die Lehrinhalte zu generieren. Dieses Tool-Kit ist durch die Anbindung an Bibliotheken mit Standardschritten und -prozessen auch für Mitarbeiter ohne Editing- oder Programmiererfahrung leicht zu bedienen und umzusetzen.   Außerdem wurde ein Touch-for-Information System entwickelt, das die Wiedergabe der jeweils benötigten Lehrinhalte an den spezifischen Stellen im Arbeitsprozess ermöglicht. Allen Beteiligten kann so das jeweils benötigte Wissen bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden, wenn Sie sich am jeweiligen Arbeitsort mit Ihrer ID-Card einloggen.

WICHTIGSTE ANFORDERUNGEN

Eine Übergeordnete Rolle spielt die Übersichtlichkeit der Bedienelemente sowie des Inhalts. Auch in chaotischen und lauten Umgebungen kann so das schnelle und erfolgreiche Lösen von Problemen erreicht werden. Die Wissensein- und ausgabe wird dabei unkompliziert und intuitiv gestaltet, ähnlich der eines Smartphones oder Tablets. Um Umgebungslautstärke und Sprachbarrieren als Problemfaktoren ausschließen zu können, wird auf eine minimale Verwendung von sprachlichen Elementen geachtet. Durch die Einfachheit der Platform und der Systeme wird gewährleistet, dass die primäre Verwendung der Plattform auch ohne Schulung reibungslos funktioniert.

Die Hardware, eine Art Tablet, sowie die Hardwareintegration der Plattform wurde durch die Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS entwickelt und ermöglicht den Login durch herüber führen einer ID-Card mit NFC Tag über dem Touchscreen. Ein Login am jeweiligen Arbeitsplatz ist damit praktisch ohne Zeitverlust möglich. Dies verhindert eine mögliche Frustration bei Mitarbeitern, die sich mehrfach am Tag an unterschiedlichen Orten einloggen müssen.

Eine weitere Vereinfachung bei der Informationsübermittlung in operativen Prozessen ist die Möglichkeit, Fotos direkt mit dem Device aufzunehmen und hoch zu laden. Gerade beim Melden von Problemen kann dies eine komplexe Beschreibung als Text überflüssig machen und damit den Prozess deutlich vereinfachen. Dies wird in vielen Fällen zu einer verbesserten Kommunikation und zeiteffizienter Problemlösung beitragen.

ERGEBNIS UND ENTWICKLUNG

Folgende Ergebnisse konnten bis zum Ende des Projekts hin erzielt werden:

  • Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse können dank einer Bibliothek mit Standardelementen und Standardschritten für mehrere Arbeitsprozesse selbst Animationsvideos erstellen.
  • Relevantes Prozesswissen wird direkt in die logistische Umgebung eingebettet
  • Auch wenig erfahrene Benutzer haben leichten Zugang
  • Lehr-Lern-Platform, Touch-for-Information-System und andere Prozess-Toolkits laufen harmonisch zusammen und funktionieren
  • Mitarbeiter empfinden die Verwendung als intuitiv und einfach
  • Die NFC tags machen den Login sehr schnell und erhöhen dadurch die Nutzung
  • Die hohe Akzeptanz der Mitarbeiter führt dazu, dass die Platform zusätzlich als Info Terminal benutzt wird

WEITERE SCHRITTE UND ERGEBNISSE

Nach dem initialen Erfolg des Prototypen bei Kühe + Nagel soll ein generelles Verwertungskonzept erarbeitet werden und als Geschäftsmodell an weitere interessierte Partner weiter gegeben werden. Die Ausarbeitung eines Business Model Canvas für die Kernleistungen steht und wird laufend angepasst. Bei Interesse am Projekt, zukünftigen Verwendungsmöglichkeiten und weiteren Informationen zu den Forschungspartnern und Ergebnissen wenden Sie sich gerne direkt an unseren Innovation Research Coordinator Pablo Klemm: pablo.klemm@innosabi.com.

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