Das Competency Profiles Modul

innosabi competency profiles modul

In den letzten Wochen haben wir mit Supercharger, Survey, Plattform Health und Localization schon einige Module der innosabi Crowdsourced Innovation Plattform vorgestellt. Heute geht es weiter mit Erklärungen zu Funktion und Nutzen der Competency Profiles.

Auf einer Crowdsourced Innovation Plattform kommen tausende Menschen zusammen, um kollaborativ an Innovationsprojekten zu arbeiten. Typischerweise verfügen die einzelnen Community Mitglieder über verschiedenes Wissen, Fähigkeiten oder berufliche Hintergründe. Deswegen sind besonders Plattformen mit großen Communities darauf angewiesen, die potentiell richtigen Nutzer zu identifizieren und miteinander zu vernetzten. Denn jeder Teilnehmer betrachtet die Projekte aus der ihm eigenen Perspektive und bringt andere Ideen ein, abhängig von den persönlichen Präferenzen und Eigenschaften.

Diese individuellen Charakteristika werden in Form von Kompetenzprofilen angelegt und geben detaillierte Informationen über die Nutzer. Die relevanten Informationen stammen von den Teilnehmern selbst, werden Umfragen entnommen, automatisch von der Plattform erschlossen oder aus externen Datenquellen des Unternehmens eingespeist. Das Competency Profiles Modul stiftet außerdem zusätzlichen Nutzen, indem es den Community Managern die Möglichkeit bietet die Profile manuell anzupassen. Als Anreiz und zur Bereicherung der Community können so einzelne Mitglieder durch besondere Leistungen oder Fähigkeiten zum Beispiel Abzeichen und spezielle Community Status erlangen.

„Je länger die Plattform genutzt wird, desto mehr Informationen stehen zur Verfügung und dementsprechend detaillierter werden die Profile. Die Software registriert die Interessen der Nutzer und in welche Projekte sie sich gerne einbringen. Man erkennt damit zum Beispiel, ob die Nutzer eigene Vorschläge formulieren oder lieber kommentieren und dabei helfen Ideen anderer voranzutreiben. Die Profile fassen also das gesamte Teilnahmeverhalten der Nutzer zusammen und generieren einen Überblick der Kompetenzen und Aktivitäten. Dadurch ist es möglich die Nutzer zu kategorisieren und mehr über die Community zu erfahren.“

– David Chia, innosabi

Kontakt David Chia

Vorteile der Competency Profiles

Die Community Teilnehmer können ihre individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen hinterlegen, oder sich diese durch ihre Aktivitäten auf der Plattform verdienen. Das hat für sie den Vorteil, dass ihnen maßgeschneiderte Inhalte und für sie interessante Projekte zugespielt werden können. Auf der anderen Seite lernt die Plattform ständig mehr über die Interessen und Präferenzen der Nutzer. Administratoren können dadurch gezielt Teilnehmer mit der passenden Expertise einladen, um optimale Voraussetzungen für das Innovationsprojekt zu schaffen.

Weitere Beiträge zu den Modulen und Funktionen der innosabi Crowdsourced Innovation Plattform:

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innosabi Platform Health Modul

innosabi Supercharger Modul

innosabi Survey Modul

Das innosabi Supercharger Modul

modul supercharged feedback innosabi innovation

Diese Woche steht das Supercharger Modul im Mittelpunkt der Erklärungen rund um die innosabi Plattform.

Der Supercharger kommt immer dann ins Spiel, wenn die momentan verfügbare Community nicht ausreicht um Projekte zu bewältigen oder schnelles Feedback benötigt wird. Die Firmen erhalten durch ihn die Möglichkeit, zusätzlich zu ihrer eigenen Community, auf ein riesiges Netzwerk von potentiellen Problemlösern zuzugreifen. Dadurch findet das Modul unmittelbar und zuverlässig externe Insights, welche sich nahtlos in den Innovationsprozess einbinden lassen.

Der Supercharger fungiert somit als Bindeglied zwischen der eigenen Plattform und über zwei Millionen weiteren Menschen weltweit, welche innerhalb weniger Stunden in die Innovationsfragestellung integriert werden können. Das Modul bringt den Vorteil, dass diese Nutzer nicht extra in die bestehende Community eingebunden werden müssen, sondern punktuell für einzelne Aufgaben zugeschaltet werden können. Innerhalb der Plattform werden Fragen formuliert, direkt an die entsprechende demographische Zielgruppe geschickt und ausgewertet. Um die Fragestellungen verständlicher und quantitative Umfrageformate ansprechender zu gestalten, können auch Bilder, Videos und Dokumente hochgeladen werden.

„Das Supercharger Modul ermöglicht unseren Kunden auf eine sehr schnelle Art und Weise, teilweise über Nacht, Konsumenten Insights zu generieren. Hierbei greifen wir auf eine große internationale externe online Crowd von Millionen Usern zu und können somit kollektive Intelligenz schaffen. Das Modul wird in allen Phasen des Produkt und Business Model Entwicklungsprozesses genutzt, wie zum Beispiel beim Trend-Scouting, der Validierung von Hypothesen oder beim virtuellen Testen von Prototypen.“

– Antje von Loeper, Business Development bei innosabi

Die Vorteile von Supercharged Feedback

Die Anbindung von bereits existierenden Communities macht externes Feedback auf Knopfdruck möglich. Supercharger Teilnehmer aus der ganzen Welt geben Vorschläge und Ideen ab. Somit werden schnell und effizient Insights und Problemlösungen generiert. Zusätzlich können mit dem Crowd Supercharger die beteiligten User nach Land, Geschlecht und Alter selektiert sowie weitere Charakteristika für die Analyse abgefragt werden. Die Suche nach Konsumentenbedürfnissen oder Produktvorschlägen wird damit deutlich vereinfacht. Da die Teilnehmer selbst auswählen können welche Aufgaben sie bearbeiten möchten, selektiert sich die crowd selbst. Für den Kunden bringt das den Vorteil, dass die Nutzer ihr Wissen und ihre Ressourcen nach ihren eigenen Präferenzen dahin lenken wo sie sich am besten einbringen können. Diese Selbstselektion ist elementarer Bestandteil des Crowdsourcing Prinzips und der effektivste Weg an Expertenwissen und geeignete Problemlöser zu gelangen.

 


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innosabi Localization Modul

innosabi Platform Health Modul

Das innosabi Platform Health Modul

innosabi_platform health

Wie in den letzten Wochen werden in dieser Blogkategorie kurze Erklärungen zu den verschiedenen Modulen der innosabi Plattform veröffentlicht.

Eine aktive und gesunde Community ist die Grundlage für den Erfolg kollaborativer Entwicklungsprojekte. Das Platform Health Modul erlaubt einen optimierten Managementprozess und deckt mögliche Eingabefehler oder Betrugsversuche zuverlässig auf. Das Modul erfasst dazu verschiedene Kennwerte, die automatisch ermittelt und mit Best-Practice Beispielen verglichen werden. Mit diesem Werten führt die Software Berechnungen durch, welche die Aktivität der Nutzer und die Intensität der Zusammenarbeit im Zeitverlauf analysieren.

Ausgehend von einem Benchmark-Vergleich und der Bewertung in Echtzeit, gibt die Platform dann konkrete Handlungsempfehlungen. Die Verbesserungen des Community Managements durch diese automatisierten Handlungsempfehlungen, basieren auf unseren qualitativen und statistischen Erfahrungswerten. Zudem ist die Software in der Lage automatisch und zuverlässig Betrugsversuche zu unterbinden. Dazu werden unter anderem IP-Adressen sowie Browser- und Systeminformationen verschlüsselt gespeichert und abgeglichen. Das Erstellen von Fake Accounts oder die Manipulation von Votings durch mehrfache Anmeldung derselben Person ist somit nicht möglich.

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„Das Platform Health Modul bringt für unsere Kunden den großen Vorteil, dass sie von Anfang an automatisch über die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit ihrer Community informiert werden. Das hilft enorm, um mögliche Probleme frühzeitig zu identifizieren und durch schnelles Handeln zu beheben. Ohne aufwändige Analysen durchführen zu müssen können so zielgerichtete Aktionen umgesetzt werden, um zum Beispiel die Aktivität auf der Plattform anzuregen oder die Community vor Betrug zu schützen.“

– Franziska Mair, Customer Succes Manager bei innosabi

MEHRWERT & USER EXPERIENCE

Sein volles Potential entfaltet das Platform Health Modul beim Aufbau einer eigenen Community mit hoher Nutzerzahl. Die Handlungsempfehlungen erleichtern dann das Community Management erheblich und tragen dazu bei, dass der Moderator der Community auch bei viel Aktivität auf der Platform die Übersicht behält. Darüberhinaus ermöglicht das Modul dem Moderator schneller aktiv zu werden und konkrete Schritte einzuleiten, falls die Besucherzahlen oder Kollaborationen auf der Platform sinken. So kann der Moderator beispielsweise neue Projekte einbringen, Diskussionen wieder anstoßen, die Themen- und Fragestellungen anpassen oder neue Mitglieder einbinden. Inaktive Nutzer werden durch Mitteilungen auf neue Projekte aufmerksam gemacht oder zum Kommentieren und Hochladen von Inhalten motiviert.

Interesse an innosabi und der Funktionsweise des Platform Health Moduls? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und erfahren Sie mehr! Oder bewerben Sie sich gleich für eine persönliche Demo!

innosabi connect

Vorletzte Woche waren wir zur Abwechslung im größerem Maßstab offline unterwegs und haben alle unsere Kunden zur ersten Auflage unseres neuen Formats innosabi connect eingeladen. Dahinter verbirgt sich die Idee, die vielen Erfahrungen und Erkenntnisse aus der praktischen Anwendung unserer Plattformen miteinander zu vernetzen. Der Fokus lag besonders auf dem Wissensaustausch der Kunden untereinander und dem Zusammenkommen von Plattformexperten und Anfängern. Im typischen innosabi Stil haben wir uns dazu natürlich etwas besonderes einfallen lassen: Kein übliches Networking Event, sondern eine kreative User Group inmitten von Theaterbühnen, Ateliers und umfunktionierten Maschinenhallen.

Nachdem alle Gäste angekommen, begrüßt und mit (eigens kreierten) Drinks ausgestattet waren, eröffnete Jan Fischer das Event mit einer kleinen Einführung zu innosabi connect und wie eine solche User Group mit unserer eigenen Vision zusammenhängt. Damit wir für unsere Kunden ein richtiges „Digitales Zuhause für Innovationen“ schaffen können, gilt es verschiedene Einsatzgebiete, Anwendungsmöglichkeiten und Methoden unter einem Dach vereinen. Hierfür brauchen wir den direkten und branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen unseren Kunden, die unsere Technologie auf Teils sehr verschiedene Art und Weise in ihren Unternehmen nutzen. Denn jede Vision benötigt Akteure, welche sie anwenden und weiterdenken.

Daher bietet innosabi connect ein Forum für den Austausch über verschiedenen Anwendungsfelder, Best Practices und gesammeltes Wissen. Bei unserer ersten innosabi connect haben wir fünf konkrete Themenbereiche in den Fokus gerückt und jeweils einen „Plattformexperten“ eingeladen, über positive und negative Erfahrungen zu berichten:

  • Die Postbank erläuterte die Schritte zum erfolgreichen Aufbau einer Community und dem Managen von Projekten.
  • Über die Mobilisierung von Mitarbeitern und deren Ausstattung mit Plattformkompetenzen informierte der Flughafen München.
  • E.ON berichtete wie man Consumer Insights generieren und qualitative Daten für die Produktentwicklung nutzbar macht.
  • VR-NetWorld gab Einblicke in das Testen von digitalen Prototypen mit einer Community.
  • Und wie man mehrere Plattformen sinnvoll zusammenführt, erklärte letztendlich Bayer.

Mit diesen kleinen Vorträgen als Anknüpfungspunkt begann der eigentliche Kern des Events: Der freie Austausch unter den Gästen und das gegenseitige voneinander lernen. Zu jedem Themenbereich konnten Experten mit anderen Experten Erfahrungen teilen, aber auch Rookies Fragen stellen und sich Ratschläge für zukünftige Projekte holen.

Wir innosabis haben uns mit viel Freude unter die Gäste gemischt, die spannenden Gespräche verfolgt und noch mehr über die Bedürfnisse unserer Kunden gelernt. Daher möchten wir an dieser Stelle allen Gästen und Beteiligten nochmals herzlich danken!

Für alle die den Abend ebenso genoßen haben wie wir, gibt es eine gute Nachricht: innosabi connect wird ein regelmäßiges Format! Wir freuen uns jederzeit über Feedback und Anregungen: connect@innosabi.com.

Wer das nächste innosabi Event nicht verpassen möchte, wird hier auf dem Laufenden gehalten.

das innosabi localization modul

In den kommenden Wochen und Monaten werden in dieser Blogkategorie kurze Erklärungen zu den verschiedenen innosabi Modulen veröffentlicht, die in der innosabi Plattform integriert werden können.

Das innosabi Localization Modul erlaubt den parallelen Einsatz einer einzigen Plattform über verschiedene Länder und Sprachen hinweg. ‚‚Localization‘‘ oder ‚‚i18n‘‘ bezeichnet in der Softwareentwicklung die  Anpassung eines Produkts an die Sprache, Textformatierung und Kultur eines Landes. Sprache und Leserichtung der Texte beispielsweise oder die Länge von eingegebenen Postleitzahlen können so automatisch richtig angezeigt und erkannt werden, ohne dass für jedes Land eine neue Plattform codiert werden muss.

Für den Kunden hat dies 2 zentrale Bedeutungen: Zum einen können eigene Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse Textbausteine im Backend einfach und selbstständig anpassen, um beispielsweise auf bestimmte Neuigkeiten, Feiertagen oder Veränderungen in der Cooperate Identity zu reagieren. Je nach Einstellung werden diese dann nur/auch Usern in bestimmten Ländern angezeigt. Zum anderen wird natürlich eine gelungene internationale Kollaboration deutlich dadurch gefördert, dass sämtliche Inhalte und Kommentare der Seite in die jeweilige Landessprache des Users übersetzt werden. Das von innosabi verwendete Modul wurde inhouse entwickelt, programmiert und wird laufend erweitert.

innosabi_Daniel_Jurkovic

‚‚Das Localization Modul zu integrieren bedeutet zwar verhältnismäßig hohen Initialaufwand, ist dafür aber auch eine der zentralen Funktionen für das gegenseitige Verständnis unserer User. Wording und länderspezifische Besonderheiten in den Eingabefeldern der Plattform werden dadurch automatisch angepasst. Im Zuge der generellen Updates bringen wir das Modul regelmäßig auf den neuesten Stand.‘‘

– Daniel Jurkovic, Developer bei innosabi

ANWENDUNGSFELDER & USER EXPERIENCE

Zur Anwendung kommt dieses Modul nicht nur in internationalen Unternehmen. Auch in Unternehmen deren Zulieferer und Kunden unter anderem auch im Ausland zu finden sind, wird auf das innosabi Localization Modul zurück gegriffen. Innovationsfragen und Entwicklungsprojekte können damit mit internationalen Communities auf einer gemeinsamen Plattform bearbeitet werden. Welche Sprache die einzelnen Teilnehmer sprechen stellt dabei keine Teilnahmehürde dar. Auch wenn ein User in japanischen Schriftzeichen kommentiert, kann dieser Text in Deutschland in gewohnter Leserichtung und Sprache gelesen werden. Die Heterogenität der Gruppe ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Crowdsourced Innovation. Durch die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung bei digitalen Produkten und Dienstleistungen mit einer bunten, internationalen Crowd entstehen spannende und relevante Inhalte. Somit können Fragestellungen von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachtet und gelöst werden. Durch den Eindruck einer gemeinsame Sprache innerhalb der Plattform entsteht dabei eine enge Bindung zum Unternehmen und den einzelnen Projekten.

Interesse an innosabi und der Funktionsweise eines Localization Moduls? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder wenden Sie sich direkt an Daniel Jurkovic aus dem Entwicklerteam!

 

 

Interview von StartingUp
mit Catharina van Delden

crowdsourcing blog innosabi unicorn

Zum Thema Crowd-Economy interviewte Bettina Halbach für das Magazin ,,StartingUp“ innosabi CEO Catharina van Delden. Das Interview ist Teil des Dossiers ,,Trendreport: Crowd-Economy“, welches verschiedene Use-Cases und Geschäftsmodelle im Zusammenhang mit Communities und Crowds behandelt. Ein weiter Auszug aus dem Dossier ist online auf der Seite des Magazins verfügbar.

Wie ist die Crowd-Economy entstanden?

Jeff Howe prägte 2006 den Begriff Crowdsourcing. Im Prinzip geht es dabei um Arbeitsteilung. Man verteilt eine Aufgabe, die sonst unternehmensintern bearbeitet wurde, auf viele Menschen über das Internet. Die Entstehung einer Crowd-Economy aus diesem anfänglichen Gedanken der Arbeitsteilung heraus wurde dann mit Social Media und spezialisierten Online-Plattformen möglich. Immer mehr Unternehmen bauten darauf auf, entwickelten skalierbare Geschäftsmodelle.

Ist die Crowd-Economy ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor?

Prinzipien sind etwa Finanzierung, Ideensammlung und Testing. Die Crowd-Economy ist die Grundlage für viele Themen in der Wirtschaft. Der Geldbetrag, der darauf zurückzuführen ist, ist schwer messbar.

Was gehört zur Crowd-Economy?

Unter den Start-ups gibt es crowd enabled startups sowie Intermediäre. Crowd enabled startups funktionieren überhaupt erst dank Crowdprinzipien, so wie Airbnb und Uber. Bei den Intermediären unterscheidet man Finanz-Start-ups – die kümmern sich beispielsweise um Crowdfunding oder Peer-to-peer-Lending – von Wissens-Start-ups. Diese bieten Crowd Design, Crowd Innovation oder Crowd Testing an.

Was fasziniert Sie persönlich an dem Thema Crowd?

Mich fasziniert, dass wir als Einzelne heute mehr erreichen können, als jemals zuvor. Da findet gerade eine große gesellschaftliche Veränderung statt. Gerade wenn Crowd-Prinzipien in großen Konzernen Anwendung finden und so mehr Mitsprachemöglichkeiten für den Endnutzer entstehen. Oder auch als Chance für Menschen, die im bisherigen Arbeitssystem keinen Platz fanden, und dank der Crowd-Economy neue Möglichkeiten zu arbeiten bekommen.

Welches sind die wichtigsten Treiber der Crowd-Economy?

Die Veränderung der Internet-Nutzung hin zum mobilen Business. Digitale Technologien als Teil des Alltags ermöglichen, dass ich mir überhaupt erst eine Mitfahrgelegenheit per App rufen kann, wie eben bei Uber. Und Big Data ist wichtig. Die Crowd-Economy lebt von der Erreichbarkeit einer großen Menschenmenge. Da ist noch viel Musik drin: Man entwickelt Produkte heute anhand der Ideen der Menschen. Diese Ideen ergänzt man dann im nächsten Schritt um Informationen, die aus großen Datenmengen gewonnen werden. Diese Daten helfen, die Bedürfnisse der Menschen genauer zu identifizieren und beispielsweise in neuen Produkten oder Dienstleistungen zu berücksichtigen.

Was ist die Herausforderung für Start-ups?

Dass es sich bei den Geschäftsmodellen von Crowd-Start-ups um zweiseitige Geschäftsmodelle handelt. Ich muss die Crowd erreichen und die Menschen, die mit der Crowd zusammenarbeiten wollen. Das ist ein Henne-Ei-Problem: Habe ich genügend Menschen, die Hilfe bringen können, und, ganz wichtig, genügend Menschen, die die Hilfe, die ich anbiete, suchen? In beiden Gruppen sind Menschen mit Bedürfnissen, das sind zwei Gruppen, auf die ich mich einstellen muss, die ich mitnehmen muss. Eine Seite ist auch oft schwieriger zu erreichen als die andere. Start-ups müssen also Ängste ausräumen. Crowd heißt Menschen, da muss ich ein Regelwerk schaffen, wie ich mit ihnen zusammen arbeiten kann.

Gibt es Vorzeige-Unternehmen?

Den US-amerikanischen Automobilhersteller Local Motors zum Beispiel. Die haben 2007 gegründet und mit Hilfe der Crowd einzigartige Fahrzeuge und Mobilitätskonzepte entwickelt. Bei einem Treffen sagte mir Founder Jay B. Rogers: ,,Wir verändern mit unserer Methode alle Prozesse von Entwicklung bis Vermarktung, wir sprechen von einem Trillion-Dollar-Market.‘ Das Local-Motors-Prinzip funktioniert auch in anderen Bereichen: Airbus etwa nutzt es, um eine Frachtdrohne zu entwickeln, mit der beispielsweise Blutkonserven transportiert werden können.

Welche Tipps haben Sie für Crowd-Start-ups?

Strukturen schaffen, wie eine Crowd zusammen arbeiten kann, ist wichtig. Wert auf die eigenen Prinzipien legen. Sich Partner schaffen, kommunizieren. Man muss das leben, was man verkaufen will.

 

Sie interessieren sich für Crowdsourced Innovation? In unserem Webcast Format ,,Innovators Studio“ erklären die innosabi Gründer die Grundlagen für die Arbeit mit der Crowd und bieten außerdem im Zuge der ,,Master Class“ weiterführende Exkurse zu bestimmten relevanten Themen wie dem Onboarding einer Crowdsourced Innovation Plattform an. Melden Sie sich gleich an, um keinen Webcast des Innovators Studio zu verpassen.

Crowdsourced Innovation
das Handelsblatt erklärt

crowdsourced Innovation Erklärung definition

Ein kürzlich erschienener Artikel im Handelsblatt erklärt: Was ist eigentlich Crowdsourced Innovation? Wie funktioniert die Arbeit mit der Crowd und was macht diesen Prozess so erfolgreich?

Crowdsourced Innovation im Handelsblatt über innosabi

Ein schöner Artikel zum Thema Crowdsourced Innovation wurde am 10. August 2016 im Handelsblatt veröffentlicht. Es wird anschaulich erklärt, wie Crowdsourced Innovation funktioniert und welche neue Möglichkeiten sich damit für Unternehmen eröffnen. innosabi Gründerin und CEO Catharina van Delden wurde dazu in einem Interview zu ihren Erfahrungen befragt. Sie gibt spannende Einblicke in unsere Arbeit mit den verschiedenen Crowds. Gerade die inhaltliche Vielfalt, welche die unterschiedlichsten Firmen auf den innosabi Crowd Plattformen abbilden, macht die Themenfelder der Innovation und Kollaboration so interessant. Crowdsourced Innovation bedeutet für uns, einen Prozess zu entwicklen, an dem so viele intelligente Köpfe mitarbeiten können wie möglich. Für erfolgreiche Innovation ist das Erfahrungswissen der Mitarbeiter und Kunden von entscheidender Bedeutung.

 

handelsblatt

Interesse? Dann hier entlang..

Bei weiterem Interesse zum Thema Crowdsourced Innovation empfehlen wir sehr die Videos unseres innovator studios auf YouTube. In diesen monatlichen live Webcasts werden die Grundlagen der Crowdsourced Innovation erklärt. Zusätzlich geben wir in regelmäßigen Abständen in unserer Master Class tiefergehende Einblicke in konkrete Use Cases, Best Practices und neue Möglichkeiten, die wir auf unseren Plattformen abbilden. Wann der nächste live Webcast statt findet und wann wir die nächste Master Class aufzeichnen, geben wir auf unserer innovators studio Seite bekannt.

Digitale Transformation
– von Plan und Wirklichkeit

digitale Transformation in Deutschland

Eine neue Studie zum Thema digitale Transformation in Deutschland der Personalberatung Egon Zehnder in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH hat Führungskräfte der 78 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands nach ihren Einschätzungen zum Fortschritt der eigenen digitalen Strategie, sowie der des wichtigsten Konkurrenten befragt. Die Studie präsentiert ein durchaus kontroverses Ergebnis.

[Es ist] das Ziel der Studie, die digitale Transformation aus der Perspektive der obersten Entscheidungsträger zu beleuchten. Da die digitale Transformation fundamentale Veränderungen mit sich bringen kann, können Unternehmenslenker maßgeblich Einfluss ausüben. Die Studie basiert daher auf einer Befragung, die sich ausschließlich an Vorstände und Aufsichtsräte der größten deutschen Unternehmen richtete.

– Dr. Sebastian van BaalLeiter Empirie und Methoden

Vier beispielhafte Ergebnisse

Die digitale Transformation wird ein langer Weg. Insgesamt befinden wir uns dabei in Deutschland noch nicht auf einem Niveau, mit dem man zufrieden sein könnte.

POSITIV:

  • Der Prozess der digitalen Transformation hat in die strategische Planung nahezu aller Unternehmen Einzug erhalten. Rund ein Drittel der Führungskräfte gibt an, eine fertige Strategie vorliegen zu haben, jedoch wird bei mehr als der Hälfte der Konzerne noch daran gearbeitet. Die Wichtigkeit scheint angekommen, die Umsetzung und Finalisierung jedoch läuft bisher eher mäßig.
  • Es scheint erkannt, dass digitale Transformation keine Aufgabe mit festem Beginn und planbarer Dead-Line ist. Sie wird von den befragten CEO’s und Vorständen als ,,laufend entscheidend“ beschrieben, und damit als fortschreitende Entwicklung wahrgenommen. Das wachsende Verständnis für die Thematik lässt hoffen.

NEGATIV

  • In 8 von 10 Fällen wird angegeben, dass digitale Strategien vornehmlich der langfristigen Sicherung des Unternehmens dienen. Damit wird der digitalen Strategie nicht die visionäre Vorreiterrolle, die Innovationskraft mit risikobereitem neuem Schaffen zugeschrieben. Vielmehr wird hier mit eigentlich agilen Möglichkeiten nur widerwillig mitgezogen, wenn es denn wirklich sein muss. Natürlich werden digitale Prozesse und Geschäftsmodelle zur langfristigen Sicherung eines Unternehmens beitragen, jedoch nicht wenn diese aus Angst vor neuem vollzogen wurden.
  • Nur etwa die Hälfte der befragten Unternehmen arbeitet mit Start-ups zusammen oder ist Teil eines Inkubatoren/Accelerator Programms. Dieser geringe Wert zeigt, dass die Unternehmen noch immer stark in konservativen Bahnen denken und noch wenig Bezug zu neuen, innovativen Ideen aus der digital nativen Start-up Welt haben. Dabei wäre dieser Bezug ungeheuer wichtig, um mögliche disruptive Technologien frühzeitig zu entwicklen, zu erkennen und damit selbst einsetzen zu können.

Digitale Transformation aus unserer Sicht…

80/100 – In der Studie wurde der ,,Soll-Zustand“ des Fortschritts im Bereich digitale Transformation mit einem Durchschnittswert von 80% angegeben. Das ist zwar die richtige Richtung, aber bei Weitem nicht genug, um in Zukunft weiter Marktführerschaft und ,,First Mover“ Positionen zu erreichen.

53/100 – Diese Punktzahl geben sich die Manager, wenn Sie die Umsetzung Ihrer eigenen digitalen Strategie bewerten. Dieser Wert kann auf 2 Arten gedeutet werden. Einerseits spricht der Wert aus dem Mittelfeld dafür, dass sich die digitale Strategie laufend an äußere Gegebenheiten anpasst und daher sozusagen per Definition nicht darauf ausgelegt ist, die 100 zu erreichen, sondern vielmehr ein andauernder Arbeitsprozess ist. Jedoch kann man diesen Wert auch als deutliches Zeichen dafür sehen, dass einige Manager sich im Thema digitale Transformation wie ungelenke Jäger auf einer Hasenjagd befinden, bewaffnet mit Platzpatronen.

45/100 – Die Einschätzung des jeweils wichtigsten Konkurrenten auf dem eigenen Markt liegt bei 45 von 100 Punkten, ein Wert mit großen Interpretationsspielraum. Man kann argumentieren, dass die im Verhältnis umsatzstärksten Unternehmen auch digital eben stärker als ihre wichtigsten Konkurrenten sind.  Möglicherweise zeigt dieser Wert jedoch auch, dass vielen Unternehmen der Blick für die alte und neue digitale Konkurrenz fehlt. Neu aufkommende digitale Geschäftsmodelle der Konkurrenz werden die wirtschaftliche Zukunft formen, auch die des eigenen Unternehmens.

Viele unserer Kunden machen vor, wie es besser geht. Case Studies auf unserer Ressourcen Seite zeigen, wie gelungene digitale Prozesse und agile Systeme in Unternehmen implementiert werden können und erfolgreich neue Geschäftsmodelle einleiten. Keinem unserer Kunden würden wir eine 53/100 geben, jedoch strebt von ihnen auch keiner nur 80% Fortschritt in seiner digitalen Transformation an.

Die gesamte Studie gibt es kostenfrei zum Download als .pdf auf der Seite von der Beratungsagentur Egon Zehnter selbst,  sowie bei iwconsult.de. Wir freuen uns sehr über das breite wissenschaftliche Interesse in diesem Gebiet.

knowledge@all:
Wissensaustausch digital

knowledge@all ist ein Modul zur Wissensvermittlung innerhalb von Unternehmen, entstanden aus einem Forschungsprojekt mit innosabi. Der Prototyp läuft aktuell bei Küne+Nagel in Niederreichbach.

Wie kommt Wissen und langjährige Erfahrung am besten zu neuen, jungen Mitarbeitern? Diese Frage und mögliche Lösungsansätze hat innsoabi im Forschungsprojekt knowledge@all als Projektkoordinator gemeinsam mit sieben großartigen Partnern erarbeitet. Hintergrund des Projekts sind neue, komplexe Anforderungen an junge Mitarbeiter bei drohendem Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Das bisher oft sehr unstrukturierte oder gar komplett fehlende Wissensmanagement innerhalb vieler Unternehmen verschärft diese Herausforderungen zusätzlich. Das Ziel des Forschungsprojekts ist es daher, Möglichkeiten zu erproben, mit denen komplexes Fach- und Erfahrungswissen strukturiert und erhalten werden können.

,,Die Problemstellung am Anfang war, dass viele Mitarbeiter in Pension gehen und damit ihre Erfahrung für das Unternehmen verloren geht. Das innerbetriebliche Wissen soll also auf jüngere Mitarbeiter transferiert werden. Sie sollen lernen, aber auch wissen generieren, und damit letztendlich zweckdienliche Datenbanken anlegen, nutzen und pflegen.“

– Pablo Klemm, Innovation Research Coordinator bei innosabi.

AUFGABE UND ZIEL

Im Vordergrund von knowledge@all steht die Erfassung von Wissen und Erfahrungen von Erwerbstätigen mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund. Diese Daten sollen dann übersichtlich aufzubereiten und verfügbar gemacht werden. Der erste Schritt erfolgt dabei über ein innovatives Lehr-Lern-System: Einer Plattform, die Wissen unterschiedlichster Mitarbeiter aus strategischen und operativen Bereichen – auch über verschiedene Standorte hinweg – integriert. Um diese Daten verständlich aufzubereiten, wurde ein Prozess-Tool-Kit entwickelt, um Animationsvideos für die Lehrinhalte zu generieren. Dieses Tool-Kit ist durch die Anbindung an Bibliotheken mit Standardschritten und -prozessen auch für Mitarbeiter ohne Editing- oder Programmiererfahrung leicht zu bedienen und umzusetzen.   Außerdem wurde ein Touch-for-Information System entwickelt, das die Wiedergabe der jeweils benötigten Lehrinhalte an den spezifischen Stellen im Arbeitsprozess ermöglicht. Allen Beteiligten kann so das jeweils benötigte Wissen bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden, wenn Sie sich am jeweiligen Arbeitsort mit Ihrer ID-Card einloggen.

WICHTIGSTE ANFORDERUNGEN

Eine Übergeordnete Rolle spielt die Übersichtlichkeit der Bedienelemente sowie des Inhalts. Auch in chaotischen und lauten Umgebungen kann so das schnelle und erfolgreiche Lösen von Problemen erreicht werden. Die Wissensein- und ausgabe wird dabei unkompliziert und intuitiv gestaltet, ähnlich der eines Smartphones oder Tablets. Um Umgebungslautstärke und Sprachbarrieren als Problemfaktoren ausschließen zu können, wird auf eine minimale Verwendung von sprachlichen Elementen geachtet. Durch die Einfachheit der Platform und der Systeme wird gewährleistet, dass die primäre Verwendung der Plattform auch ohne Schulung reibungslos funktioniert.

Die Hardware, eine Art Tablet, sowie die Hardwareintegration der Plattform wurde durch die Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS entwickelt und ermöglicht den Login durch herüber führen einer ID-Card mit NFC Tag über dem Touchscreen. Ein Login am jeweiligen Arbeitsplatz ist damit praktisch ohne Zeitverlust möglich. Dies verhindert eine mögliche Frustration bei Mitarbeitern, die sich mehrfach am Tag an unterschiedlichen Orten einloggen müssen.

Eine weitere Vereinfachung bei der Informationsübermittlung in operativen Prozessen ist die Möglichkeit, Fotos direkt mit dem Device aufzunehmen und hoch zu laden. Gerade beim Melden von Problemen kann dies eine komplexe Beschreibung als Text überflüssig machen und damit den Prozess deutlich vereinfachen. Dies wird in vielen Fällen zu einer verbesserten Kommunikation und zeiteffizienter Problemlösung beitragen.

ERGEBNIS UND ENTWICKLUNG

Folgende Ergebnisse konnten bis zum Ende des Projekts hin erzielt werden:

  • Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse können dank einer Bibliothek mit Standardelementen und Standardschritten für mehrere Arbeitsprozesse selbst Animationsvideos erstellen.
  • Relevantes Prozesswissen wird direkt in die logistische Umgebung eingebettet
  • Auch wenig erfahrene Benutzer haben leichten Zugang
  • Lehr-Lern-Platform, Touch-for-Information-System und andere Prozess-Toolkits laufen harmonisch zusammen und funktionieren
  • Mitarbeiter empfinden die Verwendung als intuitiv und einfach
  • Die NFC tags machen den Login sehr schnell und erhöhen dadurch die Nutzung
  • Die hohe Akzeptanz der Mitarbeiter führt dazu, dass die Platform zusätzlich als Info Terminal benutzt wird

WEITERE SCHRITTE UND ERGEBNISSE

Nach dem initialen Erfolg des Prototypen bei Kühe + Nagel soll ein generelles Verwertungskonzept erarbeitet werden und als Geschäftsmodell an weitere interessierte Partner weiter gegeben werden. Die Ausarbeitung eines Business Model Canvas für die Kernleistungen steht und wird laufend angepasst. Bei Interesse am Projekt, zukünftigen Verwendungsmöglichkeiten und weiteren Informationen zu den Forschungspartnern und Ergebnissen wenden Sie sich gerne direkt an unseren Innovation Research Coordinator Pablo Klemm: pablo.klemm@innosabi.com.

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AGILE INNOVATION – vom „Rugby Ansatz“ in digitalen Entwicklungsprozessen

innosabi innovation technology

Agile Innovation und Methoden sind aus der Software Entwicklung nicht mehr wegzudenken. Doch auch in anderen Bereichen, vor allem in innovationstreibenden Prozessen finden diese Arbeitsweisen Anwendung. In einem kürzlich erschienen, sehr lesenswerten Artikel in der Harvard Business Review beschreiben Daniel Rigby, Jeff Sutherland und Hirotaka Takeuchi Erfolgsfaktoren und Beispiele für agile Entwicklung abseits der IT-Abteilungen.

Link: https://hbr.org/2016/05/embracing-agile

Agile Methoden werden im Artikel als treibende Kraft für steigende Erfolgsraten, Motivation und Produktivität in Unternehmen beschrieben. Da diese Methoden in vielerlei Hinsicht eine Abkehr der streng hierarchischen Top-Down Strukturen vieler Unternehmen bedeuten, gehen die Autoren stark auf die neuen Prinzipien, Erfolgsfaktoren und Werte der agilen Prozesse ein.

Der Rugby Ansatz für agile Innovation

Agile Innovation ist jedoch ohnehin keine Erfindung aus der IT. Schon 1930 begann der Physiker und Statistiker Walter Shewhart mit dem Ansatz des „Plan-Do-Study-Act (PDSA)“ Systems, Produkte und Prozesse in kleinen Entwicklungszyklen zu erneuern und zu verbessern. Er teilte seine Ergebnisse und Gedanken mit seinem Mentee W. Edwards Deming, der den Ansatz mit großem Erfolg in Japan weiter verfolgte und anwendete. Woraufhin Toyota Deming einstellte, um Manager der Firma in dieser Methode zu unterrichten. Gemeinsam entwickelten sie auf dieser Basis das visionäre Toyota Produktionssystem, welches heute als Grundlage von agiler Innovation und dem „lean“ Ansatz gesehen werden kann.

Bekannt wurde diese Methode dieser Zeit unter dem „Rugby Approach“. Das Team löst die Aufgabe wie eine Rugby-Mannschaft von Anfang bis Ende gemeinsam. Keiner der Teammitglieder geht etwa nach dem Beenden seiner spezifischen Aufgabe modellhaft gesprochen „vom Platz“. Diese Art der schnellen, direkten Kollaboration führte in den Unternehmen zu deutlich erfolgreicheren und schnelleren Innovationen. Ein Beispiel hierfür sind die Prozesse in der Kameraentwicklung von Marktführer Canon oder die Entwicklung von Motoren bei Honda. Auch weitere Beispiele zeigen, dass gerade bei komplexen Problemstellungen und Prozessen ein teambasierter Ansatz oft zum schnelleren und gleichzeitig besseren Erfolg führt, da die einzelnen Spezialisten während des Prozesses voneinander lernen, die Aufgabe insgesamt besser verstehen und motiviert am Gesamtprozess teilhaben, statt alleine ihre spezifische Aufgabe, oft am bestmöglichen Ziel vorbei zu erledigen und ausschließlich Ergebnisse weiter zu geben. Die Erkenntnis ist: Nicht die Kombination der Einzelergebnisse sind das Ziel, sondern der gelungene Weg, der die weitere Entfaltung der Produktidee zulässt, während sie entwickelt wird.

Link: https://hbr.org/2016/04/the-secret-history-of-agile-innovation

Die Weiterentwicklung agiler Methoden im Prozessmanagement

Der Rugby Approach wurde in den letzten Jahren vielfach weiterentwickelt und an verschiedene Branchen und Problemstellungen angepasst. Bereichsübergreifend durchgesetzt hat sich dabei die Weiterentwicklung zur „scrum“ Methode, auf die wir in einem unserer nächsten Posts eingehen werden.

Agile Innovation kann jedoch noch viele Schritte weitergehen. Über Open Innovation Lösungen zum Beispiel können nahezu unbegrenzt zusätzliche Mitglieder ins Team geholt werden. Durch Crowdsourced Innovation Lösungen können Projekte ebenfalls offen, jedoch sinnvoll kanalisiert werden und während der Entwicklung direkter Kontakt mit den zukünftigen Kunden gehalten werden. Agile, offene Innovation ist immer am bestmöglichen Kundennutzen ausgerichtet und funktioniert daher optimal, wenn Kunden schon in frühen Stadien der Produktentwicklung eingebunden werden können. Mit den innosabi Crowdsourced Innovation Plattformen wurden vieler solcher Projekte bereits realisiert und erfolgreich durchgeführt.