innosabi connect

Vorletzte Woche waren wir zur Abwechslung im größerem Maßstab offline unterwegs und haben alle unsere Kunden zur ersten Auflage unseres neuen Formats innosabi connect eingeladen. Dahinter verbirgt sich die Idee, die vielen Erfahrungen und Erkenntnisse aus der praktischen Anwendung unserer Plattformen miteinander zu vernetzen. Der Fokus lag besonders auf dem Wissensaustausch der Kunden untereinander und dem Zusammenkommen von Plattformexperten und Anfängern. Im typischen innosabi Stil haben wir uns dazu natürlich etwas besonderes einfallen lassen: Kein übliches Networking Event, sondern eine kreative User Group inmitten von Theaterbühnen, Ateliers und umfunktionierten Maschinenhallen.

Nachdem alle Gäste angekommen, begrüßt und mit (eigens kreierten) Drinks ausgestattet waren, eröffnete Jan Fischer das Event mit einer kleinen Einführung zu innosabi connect und wie eine solche User Group mit unserer eigenen Vision zusammenhängt. Damit wir für unsere Kunden ein richtiges „Digitales Zuhause für Innovationen“ schaffen können, gilt es verschiedene Einsatzgebiete, Anwendungsmöglichkeiten und Methoden unter einem Dach vereinen. Hierfür brauchen wir den direkten und branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen unseren Kunden, die unsere Technologie auf Teils sehr verschiedene Art und Weise in ihren Unternehmen nutzen. Denn jede Vision benötigt Akteure, welche sie anwenden und weiterdenken.

Daher bietet innosabi connect ein Forum für den Austausch über verschiedenen Anwendungsfelder, Best Practices und gesammeltes Wissen. Bei unserer ersten innosabi connect haben wir fünf konkrete Themenbereiche in den Fokus gerückt und jeweils einen „Plattformexperten“ eingeladen, über positive und negative Erfahrungen zu berichten:

  • Die Postbank erläuterte die Schritte zum erfolgreichen Aufbau einer Community und dem Managen von Projekten.
  • Über die Mobilisierung von Mitarbeitern und deren Ausstattung mit Plattformkompetenzen informierte der Flughafen München.
  • E.ON berichtete wie man Consumer Insights generieren und qualitative Daten für die Produktentwicklung nutzbar macht.
  • VR-NetWorld gab Einblicke in das Testen von digitalen Prototypen mit einer Community.
  • Und wie man mehrere Plattformen sinnvoll zusammenführt, erklärte letztendlich Bayer.

Mit diesen kleinen Vorträgen als Anknüpfungspunkt begann der eigentliche Kern des Events: Der freie Austausch unter den Gästen und das gegenseitige voneinander lernen. Zu jedem Themenbereich konnten Experten mit anderen Experten Erfahrungen teilen, aber auch Rookies Fragen stellen und sich Ratschläge für zukünftige Projekte holen.

Wir innosabis haben uns mit viel Freude unter die Gäste gemischt, die spannenden Gespräche verfolgt und noch mehr über die Bedürfnisse unserer Kunden gelernt. Daher möchten wir an dieser Stelle allen Gästen und Beteiligten nochmals herzlich danken!

Für alle die den Abend ebenso genoßen haben wie wir, gibt es eine gute Nachricht: innosabi connect wird ein regelmäßiges Format! Wir freuen uns jederzeit über Feedback und Anregungen: connect@innosabi.com.

Wer das nächste innosabi Event nicht verpassen möchte, wird hier auf dem Laufenden gehalten.

Zeit online schreibt über innosabi

Heute fängt das Wochenende für innosabi super an: ZEIT online veröffentlicht ein Portrait über innosabi, in dem vor allem unsere Case Studies mit Manhattan und Haribo ausführlich beschrieben werden. Frau Weidner beschreibt detailliert die Entstehungsgeschichte unserer Firma sowie die Einsatzmöglichkeiten von Crowdsourcing in der Produktentwicklung. Unter anderem schreibt sie:

„In den vergangenen Jahren hat es sich zum Trend entwickelt, Ideen zu teilen statt sich abzuschotten.“

Während wir beim Lesen des Artikels schon den Champagner aufmachen wollten, ist uns das Lachen bei den Kommentaren vergangen. Hier ist von „Orwellscher Sprache“ die Rede oder „neoliberaler Psychopolitik„. Whaaaat? Anstatt uns nun aber die Decke über den Kopf zu ziehen, wollen wir lieber unsere Vision und Überzeugungen an dieser Stelle mit Ihnen teilen – denn wir glauben an das genaue Gegenteil der hier vorgebrachten Sorgen.

Uns ist klar, dass es Spielarten von Crowdsourcing am Markt gibt, die moralisch fraglich sind: Gerade auch, wenn es um neue Arbeitsformen geht, müssen die Spielregeln transparent und für die Teilnehmer fair sein (hier übrigens ein „Hut ab“ an unsere Freunde von testbirds, die das hervorragend umsetzen und sich mit dem Thema intensiv beschäftigen).

Doch sobald es um die Frage der Produktentwicklung und des Innovationsmanagements in Unternehmen geht, kann Crowdsourcing nur erfolgreich sein, wenn es von einem Menschen und Teilnehmer ausgeht, der mitreden will, der Gehör bekommen soll und den man ernst nehmen möchte. Nehmen Unternehmen das nicht ernst und stellen das nicht an die allererste Stelle ihrer Intentionen, werden auch die Ergebnisse nicht zufrieden stellen – jedem, der sich mit dem Misserfolg von Crowdsourcing  beschäftigen will, sei unser Artikel zu „Crowdslapping“ empfohlen. Mit unseren Kunden führen wir dazu zu Beginn der Zusammenarbeit intensive Gespräche, um genau diese Motivation zu verstehen.

Und ALLE Unternehmen, mit denen wir arbeiten – auch die, die Crowdsourced Innovation im Marketing nutzen – sind der Überzeugung, dass ihre Kunden im Mittelpunkt all ihrer Entscheidungen stehen müssen. Mit ihren Bedürfnissen, Sorgen, Wünschen, Ideen und Erfahrungen mit dem Produkt. Sie wissen, dass neue Produkte und Dienstleistungen heutzutage nur erfolgreich sein können, wenn sie im Dialog entwickelt werden. Dahinter steht ein neues Bild eines Kunden – nicht mehr nur der „Abnehmer“ und „Käufer“, sondern ein mündiger Dialog-Partner, den man ernst nehmen möchte und muss. Hier geht es um Mitsprache, um Empowerment – nicht um Ausnutzung oder vorgespielte Interessen. Solche Ansätze würden auf Dauer sich gegen das Unternehmen wenden und wir wären vor allem mit innosabi aufgrund unserer innersten Überzeugungen kein Teil davon.

Wir glauben daran, dass Menschen mitreden wollen, ernst genommen werden wollen und ihre Meinung sowieso öffentlich im Netz kundtun. Darüber hinaus sind wir der Überzeugung, dass erst durch die Nutzung von Produkten und das eigen erlebte Bedürfnis wirklich sinnvolle Innovation entstehen kann. Auf der anderen Seite haben wir die Vision, dass Unternehmen sich immer vernetzter aufstellen müssen, um heute noch erfolgreich sein zu können, sie müssen zuhören, mitreden lassen und das Feedback in ihr tagtägliches Geschäft einfließen lassen – in der Produktentwicklung ganz vorne voran. Am Ende dieser Vision steht das vernetzte Unternehmen, das Wert stiftet durch Netzwerke und nicht durch das „einfache“ auf den Markt werfen neuer Produkte und Dienstleistungen. Ein Unternehmen, das geprägt ist von Transparenz und Offenheit.

Wir von innosabi wollen für diese gesellschaftlichen Veränderungen die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen. Durch integrierte Best Practices in unsere Software machen wir es Unternehmen einfacher, sich auf die diese Entwicklungen einzustellen und diese für alle Beteiligten fair und erfolgsversprechend umzusetzen.

Diese Gedanken haben wir intensiv in unserem Buch „Crowdsourced Innovation“ geteilt, das letzte Kapitel soll eine Grundlage bieten für einen „Crowdsourcing Code of Conduct“, den wir aktuell entwickeln und gerne an dieser Stelle wieder mit Ihnen teilen werden.

Gerne stehe ich, Catharina van Delden, Ihnen persönlich für Ihre Fragen zur Verfügung. Sie erreichen mich unter c.vandelden@innnosabi.com.

P.S.: Als kleiner Nachtrag zum Artikel: So sehr wir unsere Konsumgüter Cases lieben – nicht zuletzt dank der nie endenen Gummibärchen-Vorräte 🙂 – wollen wir an dieser Stelle auch auf die Anwendungsmöglichkeiten in anderen Branchen verweisen. Tolle Beispiele sind das Ideenlabor der Postbank (im Buch mit Case Study dabei) oder die Open Innovation Plattform des medical valley in der Medizintechnik.